
MRVC General Contractor
Projektmanagement
Die MR VINCI HOLDING Sp. z o.o., firmierend als MRVC, wurde am 29. Juni 2022 als Generalunternehmen für schlüsselfertiges Bauen (Design-Build) mit Sitz in Biale Blota bei Bydgoszcz, Polen, gegründet. Diogo Leitão war als gleichberechtigter Partner Mitgründer des Unternehmens. Drei Gründer hielten je 20 Anteile bei einem Stammkapital von 6.000 PLN. Die PKD-Registrierung des Unternehmens deckt das gesamte Bauspektrum ab: Bauträgertätigkeit, Wohn- und Nichtwohnbau, Abbrucharbeiten, Baustellenvorbereitung, Elektroinstallation, Sanitärinstallation, Schreinerarbeiten und Ausbauarbeiten. Aus dem Stand erzielte MRVC im ersten Jahr einen Nettoumsatz von 445.733 PLN bei einem Nettogewinn von 44.614 PLN und wuchs im zweiten Jahr um das Zehnfache auf einen Nettoumsatz von 4,84 Millionen PLN und einen Nettogewinn von 356.970 PLN.

Die Bauausführung von MRVC ist um ein sechsstufiges Rahmenwerk organisiert, das jedes Projekt von den Fundamentarbeiten bis zur Übergabe gliedert. Die Stufen sind zerowy (Fundament und Unterbau), stan surowy otwarty (offener Rohbau), stan surowy zamkniety (wetterdichter Rohbau), stan deweloperski (Bauträgerstandard mit Erstinstallationen und Innenausbau), wykonczenie (vollständiger Ausbau und Finish) sowie zagospodarowanie terenu (Außenanlagen und Landschaftsgestaltung). Diese gestufte Struktur bildet die Grundlage für Preisgestaltung, Terminplanung und Kundenkommunikation sowohl im privaten Wohnbau als auch im Gewerbebereich. Sie gibt den Kunden klar definierte Meilensteine und dem Unternehmen eine strukturierte Beschaffung sowie Cashflow-Kontrolle über mehrere gleichzeitige Baustellen hinweg. 2023 zählten zu den größten Aufträgen ein Privathaus mit Flugzeughangar in Borsk, ein großer privater Wohnhausauftrag und eine Wohnvilla, während kleinere Innenausbauaufträge in Bydgoszcz das Subunternehmernetzwerk und die Empfehlungs-Pipeline aufbauten.
Die Markenidentität entwickelte sich über vier unterschiedliche Logo-Iterationen innerhalb von dreizehn Monaten. Die kursive Gründungsmarke MRVinci wich dem heutigen geometrischen MRVC-Logotyp, ein Wandel von einem persönlichen, handschriftlichen Ausdruck hin zu einer kantigen Unternehmensform, die Solidität in der Baubranche vermittelt. Es wurde ein vollständiges Markensystem entwickelt, einschließlich Farbpalette, Typografie und Printmaterialien.





Die operative Infrastruktur des Unternehmens umfasst ein strukturiertes Subunternehmer-CRM, ein Empfehlungsnetzwerk mit kooperierenden Architekten auf Basis provisionsbasierter Kooperationsvereinbarungen sowie eine wiederverwendbare Einheitspreis-Bibliothek, die die Kalkulationen über mehrere gleichzeitige Baustellen hinweg speist. 2024 führte MRVC Investitionsanalysen durch und schloss mit ausgewählten Investoren Gebäudeankaufsgeschäfte für zwei Wohngebäude in Bydgoszcz ab, was die Investitionsanalyse- und Akquisitionsstrategie neben der Generalunternehmer-Kompetenz des Unternehmens bestätigte.


Das Flaggschiff der Eigeninvestitionen ist Grottgera 5: der Umbau eines neorenaissancen Stadthauses von 1898 in 25 Mikroappartements auf 971,52 Quadratmetern, realisiert über eine eigens dafür gegründete Zweckgesellschaft. Die nachstehenden Renderings zeigen die geplante Restaurierung aller vier historischen Fassaden mit neuen Dachgauben, die den First anheben, um ein bewohnbares Dachgeschoss zu schaffen, unter Wahrung des Beitrags, den das Gebäude zum Straßenbild des Stadtviertels Okole leistet.






Grottgera 5: Umbau eines denkmalgeschützten Wohnhauses
**Standort:** Bydgoszcz, Polen **Jahr:** 2023 **Sektor:** Investment/Projektentwicklung **Fläche:** 971,52 m2 **Auftraggeber:** MRVC Grottgera Sp. z o.o.
Grottgera 5 ist das Flaggschiff-Eigeninvestitionsprojekt von MRVC: der Umbau eines im Städtischen Denkmalverzeichnis von Bydgoszcz eingetragenen neorenaissancen Stadthauses von 1898 in 25 Mikroappartements über eine eigens dafür gegründete Zweckgesellschaft. Das Gebäude liegt im Stadtviertel Okole im Zentrum von Bydgoszcz. Seine dekorativen Steingesimse, ornamentales Mauerwerk und die gewölbte Eingangspassage verkörpern den bürgerlichen Anspruch seiner Entstehungszeit. Okole ist ein dicht bebautes innerstädtisches Wohnviertel, geprägt von Backstein-Mietshäusern aus dem späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert, eine Nachbarschaftsstruktur, die den denkmalgerechten Wohnungsumbau sowohl kontextuell stimmig als auch kommerziell attraktiv macht für Käufer, die eine Immobilie mit Charakter in Gehweite zum Stadtzentrum suchen.
Der Bauumfang ist umfassend: Fassadenkonservierung und -restaurierung aller vier historischen Ansichten, eine vollständige Innenentkernung zur Schaffung neuer Wohnungsgrundrisse vom Boden bis zur Decke, statische Anpassungen für das neue Trennwandraster, ein kompletter Austausch aller Gebäudetechnik einschließlich Sanitär-, Heizungs-, Elektro- und Lüftungsanlagen sowie eine 97 Quadratmeter große Dachanhebung mit Dachgauben zur Schaffung eines bewohnbaren Dachgeschosses. Der Eingriff am Dach stellt die zentrale statische Herausforderung dar: die Anhebung des Firsts unter Einhaltung der Genehmigungsanforderungen des Städtischen Denkmalverzeichnisses und unter Wahrung der optischen Proportionen, die den Beitrag des Gebäudes zum Straßenbild von Okole prägen. Im Konservierungsbericht dokumentierte Materialien, darunter Klinkerziegel, Kalkmörtelputz, schmiedeeiserne Geländerstäbe und steinerne Trittstufen, werden erhalten und restauriert statt ersetzt.


Das Wohnungskonzept verbindet den authentischen Gebäudecharakter mit einer klaren, zeitgemäßen Ausstattung. Freigelegte Backstein-Akzentwände, original hohe Decken von rund 3,5 Metern, hohe historische Fenster und schmiedeeiserne Treppenhausgeländer werden zu den zentralen gestalterischen Werten, statt als Mängel verdeckt zu werden. Die Innenraumpalette schichtet hellen Eichenboden, weiße Schrankmöbel und Terrazzo-Badezimmer vor das restaurierte Mauerwerk. Die Wohnungen reichen von kompakten Studios bis zu großzügigen Wohnungen mit einem Schlafzimmer. Die Produktausstattung umfasst Parkplätze hinter Schranke, Abstellräume, einen Fahrradraum mit Ladestationen, Überwachung, E-Ladestationen, elektronische Schließsysteme sowie restaurierte Holzelemente neben dem Klinkerziegel und den Kalkputzen der ursprünglichen Struktur.














