DIOGO LEITÃO
Innenraum: Konzeptlayout der Modeboutique für Dorota Kuznica über drei Ladeneinheiten mit insgesamt 326 Quadratmetern im Einkaufszentrum Drukarnia, mit Schaufenstervitrinen, Atelierzone und individuellem Anprobebereich

Dorota Kuznica

Innenarchitektur

STANDORTBydgoszcz, Polen
JAHR2024-2025
KATEGORIEInnenarchitektur
STUDIODiogo Leitão — Gründer, Rise.Design

Die Boutique Dorota Kuznica ist ein Mode-Einzelhandelskonzept, entwickelt als Mieterausbau innerhalb des Einkaufszentrums Drukarnia in Bydgoszcz — einem gemischt genutzten Gewerbekomplex an der Kreuzung von ul. Jagiellońska und ul. Gdańska im Stadtzentrum, ursprünglich 2007 eröffnet und seit 2024 unter neuer Eigentümerschaft Gegenstand eines umfassenden Repositionierungsprogramms. Die Boutique ist Teil der umfassenderen Mieteraktivierungsstrategie für den 23.500 Quadratmeter großen Komplex im Auftrag von Metalkas, neben einem Restaurant, einem Fitnessstudio und weiteren von rise.design realisierten Einzelhandelspaketen über die mehreren Ebenen des Gebäudes hinweg.

Die Boutique nimmt drei angrenzende Ladeneinheiten im Erdgeschoss mit insgesamt 326 Quadratmetern ein, konzipiert nicht als konventionelles Bekleidungsgeschäft, sondern als hybrider Betrieb aus Einzelhandel und Atelier — eine Unterscheidung, die jede räumliche Entscheidung im Grundriss bestimmt. Das Gestaltungskonzept unterscheidet zwischen zwei Kundenerlebnissen innerhalb derselben Grundfläche: der Entdecker-Welt der öffentlichen Verkaufszone und der Maßanfertigungs-Welt der Atelierberatung. Ein visueller Referenzprozess ging der Layoutarbeit voraus und legte die ästhetische Ausrichtung der Boutique anhand eines kuratierten Moodboards zeitgenössischer Mode-Einzelhandelsreferenzen fest, bevor die räumliche Konfiguration festgelegt wurde.

Innenraum: Konzeptlayout der Modeboutique für Dorota Kuznica über drei Ladeneinheiten mit insgesamt 326 Quadratmetern im Einkaufszentrum Drukarnia, mit Schaufenstervitrinen, Atelierzone und individuellem Anprobebereich

Der Raumplan organisiert die drei Einheiten als durchgehende Verkaufssequenz mit einem klaren Gefälle von Öffentlichkeit zu Privatheit, von der Erschließungsachse des Einkaufszentrums nach innen. Eine verkaufsorientierte Ladenfront mit wiederkehrenden Schaufenstervitrinen und Ausstellungszonen bildet die primäre visuelle Schnittstelle zum Einkaufszentrumskorridor — eine rhythmische Abfolge von Präsentationsmöglichkeiten, die die visuelle Markenidentität bereits von der äußeren Erschließungsroute aus etabliert. Hinter dieser Präsentationsebene ermöglichen zwei Empfangspunkte die gleichzeitige Kundenbetreuung über die gesamte Breite der Boutique und unterstützen unterschiedliche Formen der Kundenansprache, ohne Engpässe an einer einzigen Schwelle zu erzeugen. Die Atelier- und Maßanfertigungs-Anprobezone belegt den inneren Teil des Grundrisses — durch die räumliche Abfolge selbst vom Verkaufsbereich getrennt — und bietet die geschlossene, private Atmosphäre, die eine maßgeschneiderte Beratung erfordert. Lager und Servicezugang befinden sich im hinteren Bereich und wahren so den klaren Übergang von der öffentlichen Präsentation zur privaten Anprobe, ohne dass der Servicebetrieb das Kundenerlebnis stört.

Detail: Raumplan der Boutique mit einer verkaufsorientierten Ladenfront mit wiederkehrenden Vitrinen- und Ausstellungsbereichen, zwei Empfangspunkten, Atelier-Arbeitsbereich, Anprobezone und Lagerbereichen

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