
W. Skarbonkiewicz Dubai
Architektur, Innenarchitektur
W. Skarbonkiewicz Dubai ist eine 108-seitige architektonische Konzeptvisualisierung, die von einem polnischen Investor für einen neofuturistischen Wohnkomplex aus mehreren Türmen in Dubai in Auftrag gegeben wurde. Das Projekt stellt den ersten internationalen Entwicklungskonzept-Auftrag des Studios sowie die bisher weiteste geografische Reichweite des Portfolios dar und wurde als spekulatives Gestaltungsdokument zur Unterstützung von Grundstückserwerb und Entwicklungsmachbarkeit erarbeitet. Die Formensprache ist eine bewusste Abkehr vom bisherigen Werk des Studios: schlanke, ovale Türme mit glatten weißen Schalenfassaden und durchgehender geschwungener Vorhangfassadenverglasung, deren organische, parametrische Formen eine Silhouette erzeugen, die den denkmalgerechten Sanierungs- und Gastgewerbeprojekten, die das gebaute Portfolio prägen, in keiner Weise gleicht.

Der aus mehreren Türmen bestehende Cluster umfasst je nach kompositorischer Studie zwischen zwei und sieben schlanken, blütenblattförmigen Baukörpern. Jeder Turm teilt dasselbe Formvokabular: glatte weiße Schalen, die sich zu schmalen Kronen verjüngen, mit horizontalen, geschwungenen Verglasungsbändern, die die Fassaden umschließen. In Konfigurationen unterschiedlicher Höhe und Ausrichtung dargestellt, zeigen die Volumenstudien die Anpassungsfähigkeit des Konzepts an verschiedene Standortkontexte und Planungsbedingungen. Im Dokument werden drei kontextuelle Varianten entwickelt: dichte städtische Skyline, Küstenlage am Wasser und felsiges Wüstengelände.


Eine gemeinsame Sockelplattform beherbergt das resortartige Ausstattungsprogramm, das den Komplex im gehobenen Wohnsegment von Dubai positioniert. Infinity-Pools, terrassierte Promenaden mit tropischer Bepflanzung, spiegelnde Wasserspiele und Außenbereiche für die Gastronomie schaffen eine gestaffelte Ankunftssequenz vom Erdgeschoss aufwärts. Das Sockelgeschoss fungiert sowohl als öffentlich zugängliche Landschaft als auch als private Ausstattungsebene für die Bewohner, wobei gestufte Terrassen zwischen den Turmsockeln und dem umgebenden Gelände vermitteln.



Die Nachtrenderings sind für das Konzeptdokument ebenso wichtig wie die Tageskompositionen. Nachts wirken die Türme wie leuchtende Laternen, ihre weißen Schalen werden zu durchscheinenden Hüllen warmen Innenlichts, das den Komplex von einer architektonischen Tagesaussage in ein abendliches Schauspiel verwandelt. Auf Sockelebene schaffen beleuchtete Promenadenwege, leuchtende Wasserspiele und warmes Licht aus den Ausstattungsbereichen am Turmsockel eine Resortatmosphäre, die auf der Erdgeschossebene unabhängig von der vertikalen Dramatik darüber wirkt.


