
Kurkuma Art Sushi
Innenarchitektur, Branding
Kurkuma Art Sushi ist ein 72 Quadratmeter großes japanisch inspiriertes Sushi-Restaurant innerhalb des Einkaufszentrums Galeria Drukarnia und des Bydgoskie Centrum Finansowe an der ul. Jagiellonska 1 in Bydgoszcz. Der Auftraggeber war Adam Cieslawicz, ein Geschäftspartner im King-Fu-Restaurantbetrieb, der eine eigenständige Marke innerhalb der Kurkuma-Familie für den Einkaufszentrumskontext in Auftrag gab. Die Konzentration der gestalterischen Investition auf ein einziges Materialstatement — die Verde-Karzai-Marmor-Sushibar — definiert die Prioritäten des Projekts. Das Restaurant befindet sich innerhalb der Galeria Drukarnia Mall, kontextuell verbunden mit dem größeren Drukarnia-Mall-Renovierungsprojekt, an dem das Studio ebenfalls beteiligt war.

Das Raumkonzept nutzt eine grundlegende Spannung aus: die raumhohe Glasfassade, die der hellen Einkaufsgalerie zugewandt ist, gegenüber dem dunklen, atmosphärischen Interieur. Die Verde-Karzai-Marmor-Sushibar von Ariostea, deren tiefgrüner Stein mit weißer Maserung sich über die gesamte Länge des Restaurants erstreckt, ist das primäre Gestaltungsinstrument. Gerahmt vom Kurkuma-Neonschriftzug in Grün, ist die Bar gleichzeitig die funktionale Sushi-Theke, der visuelle Ankerpunkt des Innenraums und das Markenidentitätselement, das von außen durch das Glas sichtbar ist. Decus Bent 3D-Wellenmuster-Wandfliesen in Negro Mate schaffen skulpturale schwarze Oberflächen, die beide Seitenwände umhüllen, wobei ihr wellenförmiges Relief das Licht der Scheibenpendeln einfängt und streut.

Die Materialkomposition platziert amerikanisches Walnussholz am Barüberkopf-Ausstellungsregal, an Türzargen, Essstühlen und der Servierertheke — ein warmer Kontrapunkt zum kalten grünen Marmor und der schwarzen skulpturalen Fliese. Die Decke ist durchgehend in Signalschwarz gestrichen, ihre Farbe durchgängig mit der Decus-Bent-Fliesenbehandlung und den pulverbeschichteten Türrahmen, was eine einheitliche dunkle Hülle schafft, aus der nur die Marmorbar und die warmen Holzelemente hervortreten. Herabhängende Rankpflanzen, die von dieser schwarz gestrichenen Decke hängen, verlaufen entlang der Glasfassade und bilden ein weiches organisches Element zwischen der industriellen Materialpalette und dem Einkaufszentrums-Außenbereich. Das offene Küchenkonzept stellt die Sushi-Zubereitung in voller Sicht dar, wobei die Arbeit des Kochs Teil der Essatmosphäre für alle fünf Esstische wird, die entlang der Glasfront angeordnet sind.
Der Renovierungsumfang umfasste den kompletten Ausbau einer rohen Einkaufszentrumseinheit, einschließlich des vollständigen Keramikfliesenprogramms an Wänden und Böden, der maßgefertigten Sushibar- und Servierthekenfertigung, der Sanitärinstallationen für Küche und Spülbereiche, der Elektro- und Beleuchtungssysteme einschließlich der Schienenstrahler und integrierten LED-Barleiste, des Kühlraums mit abgesenkter Decke und des Glasfassadensystems. Die Bauarbeiten wurden etwa im Oktober 2021 abgeschlossen, wobei Fertigstellungsfotos das gebaute Ergebnis gegen die gerenderte Entwurfsabsicht bestätigten.





