DIOGO LEITÃO
Café-Atmosphäre-Rendering mit gemischter Sitzkonfiguration aus petrolfarbenen, senffarbenen und smaragdgrünen Samtsesseln, korallfarbenen Sitzbänken und üppig herabhängendem Pflanzengrün aus Stahlnetz-Körben

Coffee2Go Lodz

Innenarchitektur, Branding

STANDORTLodz, Polen
JAHR2021
KATEGORIEInnenarchitektur, Branding
FLÄCHE86 m2
STUDIODiogo Leitão — Gründer, Rise.Design

Coffee2Go Lodz ist ein Café-Ausbau im Bahnhof Lodz Fabryczna, einem der modernsten Verkehrsterminals Mitteleuropas, 2016 eröffnet und unter einem großen öffentlichen Platz im Stadtzentrum gelegen, und der zweite gebaute Standort in der landesweiten Expansion von Coffee2Go nach dem Flaggschiff in Torun von 2019. Der wiederholte Auftrag des Kettenbesitzers zeigt die Kundenbeziehung, die durch die frühere Rebranding-Arbeit entstand. Auf einer trapezförmigen Fläche von 86 Quadratmetern in der Bahnhofshalle verbindet der Entwurf drei zentrale Themen: das industrielle Erbe von Lodz, biophile Wärme und die ortsbezogene Identität der Kaffeekultur. Lodz war die historische Textilhauptstadt Polens. Die Fabrikviertel aus dem 19. Jahrhundert, geprägt von monumentalen Backsteingebäuden mit Bogenfenstern und sichtbaren Tragwerken, bestimmen die visuelle Identität der Stadt. Der Entwurf greift dieses Erbe auf, mit einer sichtbaren schwarzen Decke, einem Streckmetallsystem im Rautenmuster und biophilen lebenden Grünwänden. Die abstrakten Bogenmotive an den Essbereichswänden greifen die Bogenformen der großen Lodzer Textilfabriken auf und übertragen einen industriellen Architekturtypus in ein Flächenornament im menschlichen Maßstab. Dreiundsiebzig Seiten Dokumentation wurden in sechs Wochen fertiggestellt, mit einer Abschlusslieferung im Januar 2022.

Café-Atmosphäre-Rendering mit gemischter Sitzkonfiguration aus petrolfarbenen, senffarbenen und smaragdgrünen Samtsesseln, korallfarbenen Sitzbänken und üppig herabhängendem Pflanzengrün aus Stahlnetz-Körben
Eingangsperspektive-Rendering des Cafés im Bahnhof Lodz Fabryczna mit raumhoher Glasfassade, Coffee-to-Go-Neonlogo und beleuchtetem Lodz-Fabryczna-Leuchtkasten über der Tür

Das Raumkonzept ordnet den unregelmäßigen trapezförmigen Grundriss um eine zentrale L-förmige Bartheke mit 533 Zentimetern Servicelänge, mit Sitzzonen entlang der drei Umfassungswände: Die linke Wand (Wand A, 708 Zentimeter breit und 317 Zentimeter hoch) und die rechte Wand (Wand C, 672 mal 317 Zentimeter) tragen abstrakte Bogenmotive in überlappenden Kurvenformen, abgestuft von dunkler Schokolade über Terrakotta und Sand bis Creme. Die Rückwand (Wand B) ist mit weißen Backsteinfliesen mit schwarzen Akzentzonen und einem honigfarben gebeizten Buchen-Gemeinschaftstisch ausgeführt. Der Boden liest sich als gerichtete Komposition: Graue Porzellanfliesen im Format 80 mal 80 Zentimeter bilden eine Umfangsborte, und ein schwarz-weißes Rautenmuster belegt die zentrale Gästezone in einem V-förmigen Chevron, das am Eingang beginnt.

Weitwinkel-Rendering des offenen Cafégrundrisses mit zentraler Bartheke, den den Eingang flankierenden begrünten Wandsäulen, V-förmigem Fischgrät-Bodenfliesenmuster und abstraktem Bogenwandbild an der linken Wand
Rendering des linken Sitzbereichs mit korallterrakottafarbenen Sitzbänken entlang der Bogenwandbild-Wand, Trennwänden aus Cognac-Eiche Egger Kendal und von der Decke hängenden Pflanzenkörben aus Stahlnetz
Rendering des rechten Sitzbereichs mit senffarbenen und petrolfarbenen Samtsesseln, abstraktem Bogenwandbild in dunklen Schokoladen- und warmen Beigetönen und Ausblicken auf die Bahnhofshalle durch die Fenster
Rendering der Rückwand mit weißer Klinkerfliesen-Oberfläche an Wand B, schwarzen Fliesen-Akzentzonen, Sitzbänken und honigfarben gebeiztem Buchenholz-Gemeinschaftstisch

Die Bartheke ist bis ins Fertigungsdetail spezifiziert: Eine schwarze Solid-Surface-Arbeitsplatte liegt auf cognacfarbenem Eichenholzwerk, mit rautengemustertem schwarzem Streckmetall an der 316 Zentimeter breiten kundenseitigen Frontplatte. Vierzehn Bargeräte sind in der Servicelänge platziert: Faema-Espressomaschine, Gebäckvitrine, Mixer, Saftpresse, Schokoladenbereiter, zwei Kaffeemühlen, Kassenterminal und Zusatzgeräte, mit einem dreistufigen integrierten LED-Kaskadensystem, das die Theke von oben, auf mittlerer Höhe und an der Basis beleuchtet. Ein rundes Coffee2Go-Neonlogo kennzeichnet die Bar als das wichtigste visuelle Markenelement im Bahnhofskontext.

Nahaufnahme-Rendering des Barbereichs mit schwarzer Luna-0509-Mineralwerkstoff-Arbeitsplatte, Stahlnetz-Rautenfassade an der Bar, integrierter dreistufiger LED-Kaskadenbeleuchtung und rundem Coffee-to-Go-Neon-Markenschild
Rendering aus der Vogelperspektive mit dem trapezförmigen Cafégrundriss, dem vom Eingang ausgehenden V-förmigen Fischgrät-Fliesenmuster, der zentralen Bar-Position und den begrünten Trennwänden zwischen den Sitzzonen

Das Trennwandsystem ist als individuelle Möbelserie konzipiert: gerade Trennwände im Format 217 mal 102 Zentimeter und L-förmige Rückläufer mit 253 Zentimetern Gesamtbreite, alle in cognacfarbenem Eichenlaminat ausgeführt, mit schwarzen Solid-Surface-Abschlussleisten und schwarzen Paneeleinsätzen. Die biophile Integration erfolgt auf mehreren Ebenen: raumhohe vertikale Pflanzenwände in Stahlnetzrahmen flankieren den Eingang, Pflanzkübel oben auf den Trennwänden verlaufen entlang der Sitzteiler, und deckenhängende Pflanzenkörbe im Format 60 mal 210 beziehungsweise 60 mal 205 Zentimeter lassen kaskadenartiges Grün von der schwarzen Industriedecke herabhängen.

Rendering des Sitzbereichs am Fenster mit smaragdgrünen und taubengrauen Samtsesseln, schwarzen Stahlnetz-Trennwänden mit Buchenholzregalen und herabhängendem Grün aus Deckenkörben
Rendering des Begrünungskorridors mit raumhohen vertikalen Pflanzenwänden in Stahlnetz-Rahmen, schwarzer geschlossener Stahlprofilstruktur und warmer Pendelbeleuchtung darüber
Rendering des Gemeinschaftstisches mit maßgefertigtem, 420 cm langem, honigfarben gebeiztem Buchentisch mit Stahlnetz-Schürze, geometrischen X-förmigen Rautenfußgestellen und integriertem LED-Lichtband

Die einheitliche Gestaltungssprache aus schwarzem Streckmetall, durchgängig eingesetzt bei Trennwänden, Bar-Front, deckenhängenden Pflanzenkorbrahmen, fensternahen Trennwänden, Gemeinschaftstischblenden und wandmontierten Paneelen, schafft visuelle Kohärenz über alle Sonderanfertigungen hinweg. Ein einziges Materialsystem im Rautenmuster verbindet den industriellen Bezug mit jedem Möbelstück, sodass das Streckmetall gleichzeitig als Tragstruktur und als Gestaltungssprache lesbar ist. Die Sitzpalette reicht von korallroten Terrakotta-Sitzbänken und smaragdgrünen Samtsesseln über Senfgelb, Petrol und Taubengrau bis zu einem Akzentpaar aus knalligem Pink-Fuchsia-Ohrensesseln, für insgesamt etwa 40 bis 50 Gäste in den Zonen des Cafés.

Rendering der pinkfuchsiafarbenen Samt-Ohrensessel als kräftiger Akzent vor der dunklen Industriedecke, mit Cognac-Eiche-Kendal-Trennwand und begrüntem Pflanzentrog im Hintergrund
Rendering der Kreide-Kaffeekunst-Akzentwand mit handgezeichneten Kaffeebohnen-Illustrationen und Tassenkompositions-Diagrammen für Espresso, Americano und Cappuccino auf dunklem Mattgrund
Rendering des Backoffice-Bereichs der Bar mit Cognac-Eiche-Egger-Kendal-Schreinerarbeiten, Glasvitrinen-Regalen, Hinterbar-Stauraum und integriertem, verdecktem Szafa-Slepy-Frachtschrank

Die Bogenmotive sind präzise auf die trapezförmige Geometrie abgestimmt: Das Wandbild an Wand A erstreckt sich über 708 Zentimeter in acht Modulen, das an Wand C über 672 Zentimeter in sieben Modulen, jeweils 317 Zentimeter hoch. Die überlappenden Kurvenformen in vier abgestuften Erdtönen, dunkle Schokolade, mittleres Braun, warmes Beige und Creme, erzeugen Tiefe und Rhythmus auf einer Wandbildfläche von insgesamt mehr als 43 Quadratmetern.

Bodenfliesen-Verlegeplan mit V-förmigem Fischgrätmuster aus grauen 80x80-cm-Feinsteinzeugfliesen am Rand und schwarz-weißem 20x20-cm-Rautendekor in der zentralen Gästezone
Wandansicht W-C des Bogenwandbilds mit maßgefertigtem Dekormuster in warmen Erdtönen und überlappenden Bogenformen, 672 cm breit und 317 cm hoch, mit präzisen Modul-Rastermassen
Bodenfliesen-Verlegeplan im Maßstab 1:50 mit einer 42,7 Quadratmeter großen grauen Fliesenzone und einer 42,6 Quadratmeter großen Dekorfliesenzone mit PK-Erstzuschnitt-Markierungen an vier Stellen
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