DIOGO LEITÃO
Rendering der Bartheke mit gelbem Al-Porto-Neonschild, schwarzer Metrofliesen-Rückwand, Terrazzo-Bodenfliesen, herabhängendem Grün auf Eichenregalen und Leder-Barhockern

Al Porto Restaurant

Innenarchitektur

STANDORTBydgoszcz, Polen
JAHR2019-2020
KATEGORIEInnenarchitektur
FLÄCHE168 m2
STUDIODiogo Leitão — Gründer, Rise.Design

Al Porto ist ein 168 Quadratmeter großer Restaurantausbau im Erdgeschoss des KWK River Tower, eines siebzehngeschossigen Wohngebäudes entlang des Brda-Flusskorridors an der ul. Torunska 57a in Bydgoszcz. Das Projekt ist der vierte Auftrag für KWK Developer und der komplexeste in der Zusammenarbeit: die Umwandlung eines Entwickler-Rohbaus in ein voll betriebsfähiges Gastronomielokal. Die Dokumentation wurde im Juni 2020 fertiggestellt, der Bau im Juli 2020 abgeschlossen. Das umfassende Paket umfasste einen 50-seitigen Dokumentationssatz, eine 86-Positionen-Beschaffungsliste sowie ein Team, das Archhouse für die Architektur und Pion/Soletanche für den Bau einschloss.

Das Gestaltungskonzept greift das industriell-warme Register auf, das die Flusslage und der Gebäuderohbau nahelegten. Sichtbeton, Terrazzofliesen und eine mattschwarze sichtbare Decke verbinden sich mit warmen Eichenholzmöbeln und einem gelben Neonschild zu einem Innenraum, der gleichzeitig roh und einladend wirkt. Es ist ein materieller Dialog zwischen industrieller Ehrlichkeit und der Wärme, die ein Restaurant braucht. Die raumhohe Verglasung entlang der Brda-Flussfassade verankert die gesamte räumliche Identität und macht den Flussblick ebenso zu einem Gestaltungselement wie jede Materialwahl.

Das Raumprogramm unterteilt 168 Quadratmeter in einen 88,9 Quadratmeter großen Hauptspeisesaal, eine 31,1 Quadratmeter große Küche und eine Terrasse mit 20 Sitzplätzen und direktem Brda-Flussblick. Die Innenraumsprache greift das industriell-warme Register auf: Sichtbetonwände über 112 Quadratmeter bilden die primäre texturelle Oberfläche, Terrazzofliesen bedecken den Speisesaalboden auf 35 Quadratmetern, und eine Doppeldeckenstrategie setzt eine maßgefertigte Kassettendecke von 69,4 Quadratmetern über der Hauptspeisezone ein, während eine mattschwarze Sichtdecke von 90,6 Quadratmetern den Bar- und Nebenbereich abdeckt. Schienenstrahler mit 28 Metern Schiene, 35 Spots und KASPA-Pendelleuchten bilden ein geschichtetes Beleuchtungssystem, das beide Zonen bespielt.

Rendering der Bartheke mit gelbem Al-Porto-Neonschild, schwarzer Metrofliesen-Rückwand, Terrazzo-Bodenfliesen, herabhängendem Grün auf Eichenregalen und Leder-Barhockern

Die Bar ist das architektonische Herzstück des Erdgeschosses: Ihr Mauerwerk-Unterbau mit 107 Zentimetern Höhe trägt eine maßgefertigte Holztheke mit Eichenoptik-Laminatoberfläche, hinter der 17,2 Quadratmeter Mevaco-Edelstahl-Dekorativgitterpaneele die Rückwand der Bar bilden. Ein gelber Neonschriftzug "Al Porto" über 13 Laufmeter identifiziert die Marke mit einer einzigen, direkten Geste, sichtbar durch die raumhohe Flussfrontverglasung des Restaurants. FAMEG-Möbel statten die Speisezonen aus: Eichentische gepaart mit braunen Lederstühlen und Bankettsitzbänke mit integrierten Steckdosen. Die Sitzbankpolsterung ist braunes Leder mit Mevaco-Gitter-Rückenlehnen, wie Konstruktionszeichnungen im Maßstab 1:25 dokumentieren.

Panorama-Rendering des Speisesaals mit Sichtbetonwänden, matt-schwarzer offener Decke, Eichen-Esstischen, Pendelleuchten und der raumhohen Fensterfront zum Fluss
Rendering des Restaurant-Badezimmers mit Terrazzo-Wandfliesen, Monstera-Pflanzen hinter der Glastrennwand, rundem Hängespiegel, Wand-WC und Sichtbeton-Deckenoberfläche

Eine beleuchtete Treppennische fungiert als skulpturales architektonisches Element und fügt ein warmes Leuchten in die geschichtete räumliche Tiefe des Innenraums ein. Das Restaurantbadezimmer setzt das im Speisesaal etablierte Terrazzo-Beton-Materialregister fort, wobei Monstera-Pflanzen hinter einer Glastrennwand eine botanische Note in das Serviceprogramm bringen.

Übersichtsrendering des Speisesaals mit grün gestrichener Akzentwand, Mevaco-Edelstahlnetzpaneelen, Sitzbänken, Pendelleuchten und der durch die räumlichen Schichten hindurch sichtbaren Bar
Rendering des Hauptspeisebereichs mit raumhohen Fenstern zum Fluss, Sichtbetonwänden, Eichentischen kombiniert mit braunen Lederstühlen und matt-schwarzer Schienenbeleuchtung

Die Flussterrasse erweitert das Restaurantprogramm erheblich: 10 Außentische und 20 zusätzliche Sitzplätze mit Panorama-Brda-Flussblick vergrößern sowohl die Kapazität als auch die räumliche Identität des Lokals weit über seinen Innenraum hinaus.

Rendering des Speisebereichs mit beleuchteter Treppennische, gelbem Al-Porto-Neonschild an der Mevaco-Netzwand, Flaschenregal-Barbereich und durchgehend warmen Eichenholz-Akzentflächen
Rendering der Sitzbänke im Speisesaal mit gelbem Al-Porto-Neonschild an der perforierten Mevaco-Stahlnetzwand, Sichtbetonoberfläche und herabhängender Pflanzenpräsentation
Rendering der Flussterrasse mit Tischen im Freien, raumhoher Verglasung in schwarzen Stahlrahmen und Panoramablicken auf die Brda von der Restaurantfront aus
Nahaufnahme-Rendering der Bartheke mit gelber Al-Porto-Neonbeschriftung, schwarzer Metrofliesen-Rückwand, Terrazzo-Bodenfliesen, Eichenregalen mit herabhängendem Grün und Leder-Barhockern
Rendering des Badezimmerkorridors mit Terrazzo-Wand- und Bodenfliesen, Sichtbetonwänden, rundem Hängespiegel, Wandwaschtisch und dunklen Stahltürrahmen zu den Toilettenkabinen
Axonometrische Konstruktionszeichnung der Bar im Maßstab 1:25 mit der Tresenstruktur in Krono-Dab-Londyn-Laminat, dem Stahlgerüst und den Materialangaben für die Schreinerfertigung
Frontansicht der Bar mit den Positionsmassen des Al-Porto-Neonschilds, dem Rasterlayout des Flaschenregals und der Spezifikation der perforierten Mevaco-Stahlnetzpaneele für die Rückwandgestaltung
Axonometrisches Konstruktionsdetail der Sitzbank im Maßstab 1:25 mit gepolsterter brauner Lederbank, Mevaco-Stahlnetz-Rückenlehnenpaneel und Stahlrahmenkonstruktion
Allgemeiner Restaurant-Grundriss im Maßstab 1:100 mit Speisezonen, dem terrazzobodenbelegten Barbereich, der Küche, dem Badezimmertrakt, der Innentreppe und der Flussterrasse
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