
Al Porto Restaurant
Innenarchitektur
Al Porto ist ein 168 Quadratmeter großer Restaurantausbau im Erdgeschoss des KWK River Tower, eines siebzehngeschossigen Wohngebäudes entlang des Brda-Flusskorridors an der ul. Torunska 57a in Bydgoszcz. Das Projekt stellt den vierten Auftrag für KWK Developer und den komplexesten in der Zusammenarbeit dar — die Umwandlung eines Entwickler-Rohbaus in ein voll betriebsfähiges Gastronomielokal. Die Dokumentation wurde im Juni 2020 fertiggestellt, der Bau im Juli 2020 abgeschlossen. Das umfassende Paket umfasste einen 50-seitigen Dokumentationssatz, eine 86-Positionen-Beschaffungsliste sowie ein Team, das Archhouse für die Architektur und Pion/Soletanche für den Bau einschloss.
Das Gestaltungskonzept greift das industriell-warme Register auf, das die Flusslage und der Gebäuderohbau nahelegten. Sichtbeton, Terrazzofliesen und eine mattschwarze sichtbare Decke verbinden sich mit warmen Eichenholzmöbeln und einem gelben Neonschild zu einem Innenraum, der gleichzeitig roh und einladend wirkt — ein materieller Dialog zwischen industrieller Ehrlichkeit und der Wärme, die ein Restaurant erfordert. Die raumhohe Verglasung entlang der Brda-Flussfassade verankert die gesamte räumliche Identität und macht den Flussblick ebenso zu einem Gestaltungselement wie jede Materialwahl.
Das Raumprogramm unterteilt 168 Quadratmeter in einen 88,9 Quadratmeter großen Hauptspeisesaal, eine 31,1 Quadratmeter große Küche und eine Terrasse mit 20 Sitzplätzen und direktem Brda-Flussblick. Die Innenraumsprache greift das industriell-warme Register auf: Sichtbetonwände über 112 Quadratmeter bilden die primäre texturelle Oberfläche, Terrazzofliesen bedecken den Speisesaalboden auf 35 Quadratmetern, und eine Doppeldeckenstrategie setzt eine maßgefertigte Kassettendecke von 69,4 Quadratmetern über der Hauptspeisezone ein, während eine mattschwarze Sichtdecke von 90,6 Quadratmetern den Bar- und Nebenbereich abdeckt. Schienenstrahler mit 28 Metern Schiene, 35 Spots und KASPA-Pendelleuchten bilden ein geschichtetes Beleuchtungssystem, das beide Zonen bespielt.

Die Bar ist das architektonische Herzstück des Erdgeschosses: Ihr Mauerwerk-Unterbau mit 107 Zentimetern Höhe trägt eine maßgefertigte Holztheke mit Eichenoptik-Laminatoberfläche, hinter der 17,2 Quadratmeter Mevaco-Edelstahl-Dekorativgitterpaneele die Rückwand der Bar bilden. Ein gelber Neonschriftzug "Al Porto" über 13 Laufmeter identifiziert die Marke mit einer einzigen, direkten Geste, sichtbar durch die raumhohe Flussfrontverglasung des Restaurants. FAMEG-Möbel — Eichentische gepaart mit braunen Lederstühlen und Bankettsitzbänke mit integrierten Steckdosen — statten die Speisezonen aus, die Sitzbankpolsterung in braunem Leder mit Mevaco-Gitter-Rückenlehnen, wie Konstruktionszeichnungen im Maßstab 1:25 dokumentieren.


Eine beleuchtete Treppennische fungiert als skulpturales architektonisches Element und fügt ein warmes Leuchten in die geschichtete räumliche Tiefe des Innenraums ein. Das Restaurantbadezimmer setzt das im Speisesaal etablierte Terrazzo-Beton-Materialregister fort, wobei Monstera-Pflanzen hinter einer Glastrennwand eine botanische Note in das Serviceprogramm bringen.


Die Flussterrasse erweitert das Restaurantprogramm erheblich: 10 Außentische und 20 zusätzliche Sitzplätze mit Panorama-Brda-Flussblick vergrößern sowohl die Kapazität als auch die räumliche Identität des Lokals weit über seinen Innenraum hinaus.




